Florenz – 2 Tage im Herzen der Toskana

[Unbezahlte Werbung] Lange habe ich an der Route durch Italien gearbeitet mit der Primisse viel zu sehen aber nicht erschöpft nach Hause kommen. Zwei Wochen haben mein Mann & ich, um Italien von seiner romantischen Seite kennen zu lernen. Unser erster Stopp ist Florenz. Ich habe viele Berichte gelesen & bin zu dem Entschluss gekommen, dass diese Stadt der perfekte  Start für unsere Reise ist.

Der Wecker klingelt um 5.00 Uhr früh. Eigentlich zu früh für uns, aber wenn es in den Urlaub geht macht man gerne eine Ausnahme. Nach einem kleinen Frühstück & Kaffee geht es los über die A8 von München Richtung Salzburg bis zum Inntaldreieck & von hier aus weiter auf der A93 weiter Richtung Innsbruck. Vor Kufstein kaufen wir noch eine Vignette & eine Videomaut für den Brenner & weiter geht die Fahrt Richtung Süden über die A22. Mittags machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Pizza essen an den Gardasee & genießen die Fahrpause am Wasser. Nun geht die Fahrt weiter bis Modena  & dann über die E35 bis Flornez. Nach ca. 5 1/2 Stunden Fahrt erreichen wir Florenz. Das Hotel ist schnell gefunden & in einer sehr guten Lage zum erkunden der Stadt. Bei der Hotel suche ist es wichtig, wenn man mit dem Auto anreist, vorher darauf zu achten dass eine Parkmöglichkeit vorhanden ist, da es kaum öffentliche Parkplätze in Florenz gibt. Unser Auto wird von einer Parkhausvermietung abgeholt & geparkt. Das Zimmer ist klein aber sehr schnuckelig. Nach kurzem frisch machen geht es auch schon los. Am Empfang bekommen wir eine Stadtkarte & einer Erklärung was die wichtigsten Punkte für das Stadt Sightseeing sind.

Unsere erste Anlaufstelle ist der Ponte Vecchio, die älteste Brücke über den Arno in Florenz. Sie wurde im 14. Jahrhundert errichtet & verbindet die verschiedenen Stadtteile miteinander. Schon von weitem sieht die Brücke einfach toll aus. Mit den unterschiedlichen Fassaden der Läden, richtig romantisch. Die wohl außergewöhnlichste Brücke die ich je gesehen habe. Nach gefühlt unendlich vielen Bildern überqueren wir sie. Direkt darauf befinden sich zahlreiche kleine Schmuckläden, die zum Bummel einladen.

Wir gehen weiter zur berühmten Galleria degli Ufizi, einem Kunstmuseum, bekannt auch als Ufizien. Hier befindet sich die größte & bedeutendste Ansammlung von Kunstwerken der Renaissance. Werke von Rubens, Leonardo da Vinci & nicht zu vergessen Michelangelo sowie Botticelli. Schon der Innenhof ist beeindruckend & mit berühmten Statuen geziert. Wenn man das Museum von innen sehen will, ist es sehr empfehlenswert, die Tickets zuvor im Internet zu kaufen, da diese schnell vergriffen sind.

Gleich daneben befindet sich die Piazza della Signoria, der Rathausplatz von Florenz. Auf diesem wunderschönen italienischen Stadtplatz befinden sich unter anderem der Neptunbrunnen & der Palazzo Vecchio, das Rathaus der Stadt Florenz. Mit dem markanten 94m hohen Turm sticht es sofort ins Auge. Das Gebäude kann besichtigt werden & vom Turm aus hat man eine wunderschöne Aussicht über die Stadt. Wir setzten uns in eines der vielen Straßenkaffees & genießen das erste Eis & natürlich darf ein echter italienischer Espresso nicht fehlen. Ich finde es immer faszinierend wie schnell man sich in einer Stadt wohl fühlen kann. Die vielen gut erhaltenen alten Gebäude & Kunstwerke geben der Stadt einen ganz besonderen Charm.

Nach dem kleinen Päuschen geht es für uns zum Wahrzeichen der Stadt, der Kathedrale Santa Maria del Fiore. Dieses beeindruckende Gebäude hat uns schlichtweg umgehauen. Es ist die schönste Kirche die wir je gesehen haben, da sind wir uns sofort einig. Die Rote Kuppel, die kunstvolle Verzierung durch den dreifarbige Marmor & die Größe des Doms wirken sehr harmonisch. Wir gehen einmal um das Gebäude & lassen die ersten Eindrücke auf uns wirken. Egal von welcher Seite man die Kathedrale betrachtet, sie hat ihren ganz eigenen Charme. Für die Ticktes zur Besichtigung der Kathedrale ist es sehr empfehlenswert diese im Voraus zu kaufen, da sonst Wartezeiten von mehreren Tagen entstehen. Man kann außerdem den Glockenturm, das Baptisterium & die Krypta besichtigen. Hier sollte man keine Abstriche machen & sich die Zeit nehmen, sich alles anzusehen.

Für den Glockenturm, Giotto’s Bell Tower, auch genannt Campanile, was so viel heißt wie freistehender Glockenturm, planen wir die frühen Morgenstunden des nächsten Tages zu nutzen, in denen das Treiben in den Straßen von Florenz noch nicht von Touristen überflutet ist.

Jetzt lassen wir uns durch die kleinen verträumten Gassen rund um den Dom treiben. Es gibt viele kleine Geschäfte, Läden & Kaffees, die zum Flanieren einladen. Wir haben das Gefühl die Florentiner leben in Symbiose mit den Touristen & fühlen uns hier sehr wohl. Das italienische Lebensgefühl ist hier fast greifbar.

Ohne bewusst genau diesen Weg eingeschlagen zu haben, stehen wir plötzlich auf dem Platz vor der Basilika di Santa Croce, auch genannt das „Pantheon von Florenz“. Im Inneren befinden sich unter anderem die Grabmäler der Berühmtheiten Michelangelo & Galileo Galilei. Wir setzten uns auf die Treppenstufen, beobachten das Treiben der Passanten & lauschen der Stimme eines Straßenmusikers.

Zum Abschluss des ersten tollen Tages & mit sehr vielen positiven Eindrücken genießen wir den Abend noch bei einem guten Glas Wein & sehr gutem italienischen Essen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel starten wir schon früh Richtung der Kathedrale von Florenz. Es ist herrlich durch die fast menschenleeren Gassen zu laufen & dem Geruch Italiens zu riechen.

Direkt gegenüber vom Dom finden wir das Ticketbüro. Zum Glück ohne große warte Schlangen. Unser Ticket beinhaltet den Giotto Bell Tower & das Babtisterium San Giovanni gleich in der Mitte des Domplatzes.

Es geht die ca. 400 Stufen hoch hinaus um Florenz aus der Vogelperspektive zu sehen. Schon beim erklimmen erhascht man immer wieder beeindruckende Ausschnitte vom Dom oder der Altstadt.

Von hier oben hat man eine tolle Sicht. Die rot-braunen Ziegeldächer haben den typischen italienischen Charme. Noch ist es ruhig hier oben. Mein Tipp: Besucht den Turm morgens, der Aufstieg ist dank der noch nicht hochstehenden Sonne angenehmer als mit all den anderen Touristen zu den Stoßzeiten. Bei einer so tollen Aussicht vergisst man gerne mal die Zeit & so verbringen wir hier oben über eine halbe Stunde.

Wieder unten angekommen machen wir eine Pause. Es gibt einen Espresso & wir beobachten wie die Stadt erwacht & das Treiben auf den Straßen immer mehr wird. Danach geht es in das Babtisterium San Giovanni, der Taufkapelle. Im Inneren erwartet uns ein herrliches Deckenmosaik. Ein Highlight ist das Taufbecken, welches man auch aus dem Film „Inferno“ kennt – Auf den Spuren von Robert Langdon.

Zum Mittagessen machen wir uns auf dem Weg zur Mercato Centrale. Schon beim Betreten läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Hier gibt es alles was das italienische Herz begehrt. Riesige Schinkenkeulen hängen von den Ständen. Rießige Leibe an Parmesan an jeder Ecke. In den Kühltheken liegt frischer Fisch & das Obst & Gemüse sieht aus wie gemalt, von den Gerüchen ganz zu schweigen. Wir gehen in den ersten Stock, in dem sich Stände befinden, die fertige Gerichte anbieten.

Hier werden die Speisen frisch gekocht. Wir probieren uns durch verschiedene italienische Leckereien. Was ihr unbedingt probieren solltet sind sizilianische Cannelloni. Kannte ich zuvor nicht, schmecken aber einfach köstlich. Kann ich nur wärmstens empfeheln. Es ist wenig los & das um die Mittagszeit. Diese Markthalle ist mein absoluter Geheimtipp für alle Schleckermäulchen.

Mehr als gut gestärkt machen wir uns auf die Spuren der Medici. Wir besuchen die Basilica di San Lorenzo in der sich die berühmten Medici Kapellen befinden. Die Basilika ist eine der größten Kirchen in Florenz, doch insgesamt sehr nüchtern gehalten. Von Außen wirkt sie sehr schlicht & einfach. Im Inneren sieht es dagegen schon anders aus. Hier befinden sich viele große, sehr farbenfrohe Bilder unterschiedlichster Motive. Es sind viele aufwendige Verzierungen zu finden. Eine der Kapellen besteht gefühlt nur aus Goldverzierungen.  Anschließend an die Kirchenbesichtigung besuchen wir noch den Kreuzgang von San Lorenzo. Dieser sehr liebevoll gepflegter Bereich ist einen Abstecher wert & sollte man gesehen haben. Vor allem die alte Bibliothek lässt uns in die alte Heilkunst der Medici eintauchen.

Unser nächstes Ziel befindet sich auf der anderen Seite des Arno. Über die Ponte alla grazie – von hier aus hat man nochmal eine tolle Blick aus die Ponte Vecchio -besuchen wir den Palazzo Pitti. Ein Renaissance Palast von beeindruckender Größe. Im Inneren befinden sich heute mehrere Museen. Hinter dem Palast findet man den Boboli–Garten, einem Park mit zahlreichen Brunnen, Tempeln, Skulpturen & Teichen.

Für den Abend haben wir uns was besonderes aufgehoben. Nach einem herrlichen Abendessen besorgen wir uns eine Flasche Wein & machen uns auf zum Piazza Michelangelo, der dem gleichnamigen Künstler gewidmet ist. Hier befindet sich der wohl beste Platz für einen tollen Sonnenuntergang über Florenz. Achtung das ist kein Geheimtipp mehr sondern mehr ein Treffpunkt für junge Leute die den Tag abends über den Dächern von Florenz ausklingen lassen wollen.

Bevor wir uns auf die Stufen unterhalb der bronzenen David Statue setzten machen wir noch einen kleinen Umweg zur Kirche San Miniato al Monte, sie gilt als eine der schönsten Kirchen Italiens.

Nun genießen wir den wunderschönen Panoramablick über Florenz. Für uns der perfekte Abschluss eines traumhaften Städtetripps. Florenz hat es uns angetan & wir werden diese kunstvolle, wundervolle Stadt auf jeden voll wieder besuchen.

2 Gedanken zu “Florenz – 2 Tage im Herzen der Toskana

  1. claudia.wlo

    Super schönes Blogpost, Liebes! Aber Moment mal… mehrere Tage Wartezeit??? Das ist ja tragisch 😮 Auf jeden Fall gut zu wissen! Sollten wir demnächst mal nach Florenz kommen, werde ich die Tickets im Voraus bestellen 😀
    Cannelloni haben wir in Palermo probiert. Hat mir nicht so gut geschmeckt 😀

    Liken

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