Die Drei Zinnen – das Wahrzeichen der Dolomiten

[Unbezahlte Werbung] Wir nutzen dieses Herbstwochenende um eine lang ersehnte Wanderung zu machen. Die Wettervorhersage ist bestens und daher machen wir uns am Freitagabend auf nach Südtirol. Unser Ziel sind die Drei Zinnen, welche weltbekannt sind & als Wahrzeichen der Sextener Dolomiten gelten. Wir verbringen die Nacht in einer netten kleinen Unterkunft in der Nähe von Brunneck, damit am nächsten Morgen die Anfahrt zu unserer Wanderung nicht mehr so weit ist.

Um 5.00 Uhr morgens klingelt der Wecker. Wir schlüpfen in unsere Wandersachen, packen die Rucksäcke & starten gegen 6.00 Uhr. Wir fahren Richtung Toblach & Innichen. Der Blick aus dem Auto auf die massiven Bergeformationen verändert sich stetig. Hinter jeder Kurve taucht ein neuer Felsengigant auf. Es ist einfach wunderschön hier. Kurz vor Toblach biegen wir ins Fischleintal in Richtung Misurina ab, denn hier beginnt die kostenpflichtige Mautstraße, die uns bis hoch zum Rifugio Auronzo bringt. Die Mautgebühr hat es in sich, denn sie beträgt für einen Pkw 30€. Es gibt auch die Möglichkeit ab Toblach den preisgünstigeren Busshuttel zu nutzen. Dieser startet seine erste Fahrt aber erst in ein paar Stunden, daher kommt er für uns nicht in Frage.

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Nachdem wir die Serpentinen der Bergstraße passiert haben, erreichen wie den Parkplatz unterhalb der Auronzo Hütte. Hier stehen bisher nur eine Hand voll Autos, was auch dafürspricht, zeitig dran zu sein. Nachdem wir das Auto geparkt haben, starten wir bestens gelaunt & voller Vorfreude mit der Umrundung der Drei Zinnen. Mit einem gigantischen Blick, in eine noch schlafende Bergwelt, starten wir die Wanderung entlang der Südseite des Bergmassives & folgen der Weg Beschilderung 101 unterhalb der Rifugio Auronzo. Die gesamte Tour, die auch für nicht geübte Bergsteiger gut zu bewältigen ist, wird mit etwa 4 Stunden angegeben. Die Stimmung in den Morgenstunden ist hier einzigartig. Die aufgehende Sonne lässt die umliegenden Berge in den unterschiedlichsten Farben erstrahlen & das Panorama zeigt sich von seiner schönsten Seite.

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Wir folgen dem breiten Schotterpfad etwa 20 Minuten bis wir die Lavaredo Hütte erreichen. Anmutig liegt sie vor uns & lässt den Blick für uns durch die morgendliche Stille wie ein Postkartenbild wirken.

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Kurz vor dem Refugio Lavaredo zweigt ein schmaler Schotterweg links hinauf zum Paternsattel. Wir gehen direkt unterhalb der kleinen Zinne leicht bergan. Noch ist die grandiose Vorderansicht der berühmten Zinnen nicht zu erkennen, aber wir sind schon sehr darauf gespannt. Auf dem Paternsattel angekommen haben wir den höchsten Punkt der Wanderung, mit 2.454m, erreicht. Der Blick auf die Drei Zinnen Hütte, mit ihrem auffälligen roten Dach, der sich uns nun öffnet, ist phantastisch.

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Links von uns erhebt es sich, das UNESCO Kulturerbe der Dolomiten, die 3 Zinnen. Gänsehaut pur! Von hier aus sehen wir das umwerfende Dreigestirn das erste Mal in seiner vollen Pracht. Es ist einfach nur WOW & unbeschreiblich schön. Das Ganze wird noch unterstrichen von der aufgehenden Sonne. Die Berggruppe besteht aus der Kleinen Zinne (2.857m), der Großen Zinne (2.998m) & der westlichen Zinne (2.973m). Hier verbringen wir einige Zeit & lassen das Naturwunder auf uns wirken. Nachdem wir uns nach einiger Zeit doch von diesem Anblick losreißen können, geht es weiter. Unser nächstes Ziel ist die Drei Zinnen Hütte. Von hier aus sieht man die Felsformation aus etwas Entfernung, daher ist der Platz optimal um schöne Fotos zu machen. Wir folgen dafür weiter der breiten Schotterstraße in Richtung Drei Zinnen Hütte, auf die wir jetzt geradenwegs zuwandern.

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Der Wanderweg führt leicht bergab & immer am Fuße der Geröllhänge des Paternkoffels zu unserer rechten entlang. Wir bleiben ein paar Mal stehen um die drei Felsentürme hinter uns wieder voller Begeisterung zu betrachten. Kurz vor der Drei Zinnen Hütte geht es einige Stufen hinauf bis zu Terrasse der Hütte. Wir machen nicht direkt an der Hütte Pause, da wir unser Frühstück selber dabeihaben. Hinter der Hütte, befindet in etwa 100 Metern Entfernung, eine kleine Bank & ein Tisch. Von hier hat man einen grandiosen Blick auf zwei malerische, türkisfarbige Bödenseen. Dieser Platz lädt uns zum Panoramafrühstück inmitten der Bergwelt ein. Hier machen wir es uns gemütlich & genießen die warmen Sonnenstrahlen die uns erreichen & lassen uns die Brote schmecken.

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Nach der erholsamen Rast machen wir uns wieder weiter auf den Weg der Umrundung. Hierfür gehen wir etwa 200 Meter auf dem breiten Schotterweg, auf dem wir gekommen sind, zurück. Hierbei gehen wir direkt auf die Drei Zinnen zu & haben daher einen atemberaubenden Blick. Kurz nach den Treppenstufen kreuzt sich der Weg & wir folgen dem beschilderten Weg 105 rechts entlang. Der Weg führt uns einige Höhenmeter hinunter in ein kleines Tal. Die Drei Zinnen & die felsige Berglandschaft verschwinden langsam aus unserem Blickfeld. Unten angekommen kreuz der Weg das Tal & es geht auf der anderen Seite direkt wieder leicht steil nach oben.

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Oben führt uns der Weg durch ein großes Latschenfeld. Am Ende des kleinen Boden hohen Nadelwäldchens können wir von weitem die Lange Alm sehen. Eingebettet am Fuße der westlichen Zinne liegt sie idyllisch vor uns. Von hier hat man nochmal einen wunderschönen Blick auf die Vorderseite der Drei Zinnen. Wir setzten uns auf eine der urigen Bänke & genießen bei grandiosem Ausblick die Sonne & ein Radler.

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Nun machen wir uns an den Endspurt des traumhaften Rundwegs. Hierfür gehen wir rechts an der Hütte weiter auf einem gut ausgebauten Weg. Dieser führt uns durch ein Geröllfeld am Fuße des Bergmassivs entlang. Nun kommen uns schon etliche Menschen entgegen & es wird voll auf den doch recht engen Pfaden. Nach kurzer Zeit haben wir das Geröllfeld durchquert & erreichen einen letzten schönen Aussichtspunkt. Von hier aus bekommen wir noch einen malerischen Blick nach unten ins Tal zum Misurinasee & einen herrlichen Blick in das umliegende Bergpanorama. Wir haben nun nicht etwa 200 Meter Fußmarsch vor uns, bevor wir einen mehr als vollen Parkplatz & unser Auto am Fuße der Auronzo Hütte erreichen. Mit einem letzten Blick verabschieden wir uns von dieser einzigartigen Natur & fahren zurück zur Unterkunft.

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Diese Wanderung war ein gigantisches & unvergessliches Highlight für uns. Das frühe Aufstehen sowie die doch sehr hohen Mautkosten haben sich definitiv gelohnt. Ich kann diese Tour jedem nur ans Herz legen, der seinen Urlaub in Südtirol plant. Für diese Wanderung muss man kein geübter Berggeher sein, Voraussetzung für diese Wanderung ist allerdings gutes & festes Schuhwerk und frühes Aufstehen. Der Ausblick & die Drei Zinnen selbst sind einfach atemberaubend schön & einen besuch wert. 

 

 

Ein Gedanke zu “Die Drei Zinnen – das Wahrzeichen der Dolomiten

  1. Anonymous

    Super schöne Foto`s in einer gigantischen Bergwelt.
    Toll beschrieben, zum nachahmen……………..Elisabeth

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